Wichtige Kriterien beim Forex Broker Vergleich

Das wachsende Interesse von Privatanlegern am Forex Trading hat eine große Zahl neuer Anbieter auf den Plan gerufen. Neukunden werden von allen stark umworben. Die Entscheidung für oder gegen einen Forex Broker sollte jedoch keinesfalls aufgrund von Einzahlungsboni oder kostenlosen E-Books gefällt werden. Wichtige Details sind nur im Kleingedruckten zu erfahren.
Ein wichtiges, wenn auch wenig spektakuläres Auswahlkriterium betrifft die Regulierung, der ein Forex Broker unterliegt. Diese richtet sich nach dem Land, in dem sich der Hauptsitz des Anbieters befindet. Einige Broker agieren von den Seychellen, Belize, den Cayman Islands, Zypern oder Malta. Das muss zwar nicht zwingend ein Nachteil sein.

Regulierung und Einlagensicherung bei der Auswahl berücksichtigen

Grundsätzlich sollten Trader jedoch Anbieter vorziehen, die von etablierten und mit genügend Befugnissen ausgestatteten Regulierungsbehörden kontrolliert werden. Vorteilhaft ist deshalb ein Hauptsitz in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden etc. Eventuelle Zweigniederlassungen in diesen Ländern reichen nicht aus, weil sie für die Regulierung nicht relevant sind.
Zumindest bei größeren Einzahlungen bzw. Anlagebeträgen sollte auch die Einlagensicherung berücksichtigt werden. Maßgeblich für die nicht in offenen Positionen gebundenen Kontoguthaben ist die kontoführende Bank. Hat sie ihren Sitz in der EU, sind Guthaben bis zu 100.000 Euro pro Kunde bzw. dem Äquivalent in anderer EU-Währung sicher.

Trader sollten sich zudem vergewissern, welches Handelsmodell ein Anbieter verfolgt. Nicht alle Forex Broker sind Broker im eigentlichen Sinne. Viele agieren als Market Maker mit einem zwischengeschalteten Dealing Desk. Market Maker sind mitunter einem Interessenkonflikt ausgesetzt, weil sie von Verlusten ihrer Kunden profitieren können.

Handelsmodell: Market Maker oder ECN Broker?

Ob das tatsächlich der Fall ist lässt sich aus externer Position kaum beurteilen. Gefürchtete Maßnahmen wie häufige Requotes und Stop-Loss-Phishing sind vor allem Market Makern mit weniger strenger Regulierung zuzuordnen.

Besser sind ECN Broker. Sie leiten die Aufträge ihrer Kunden an den Interbankenmarkt weiter. ECN Broker eröffnen selbst keine Positionen und handeln nicht gegen ihre Kunden. Sie bieten typischerweise keine fixen Spreads und verlangen Kommissionen für den Handel. Market Maker werben gerne mit fixen Spreads und kommissionsfreiem Handel.

Dieser vermeintliche Vorteil kann sich jedoch schnell ins Gegenteil umkehren. Ein weiterer Vorteil des Handels über ECN Broker besteht im Einblick ins Orderbuch und der Möglichkeit, ohne Spreads mit anderen Kunden des Brokers zu handeln.